Wie lange dauert eine Scheidung

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Wenn sich zwei Ehegatten dazu entschließen, ihre Ehe scheiden zu lassen, ist ihnen im ersten Moment oft nicht bewusst, wie lange das wirklich dauert. So kann sich eine Scheidung auch bei einem möglichst schnellen Verfahren über mehrere Monate hinauszögern. Wenn sich dann noch einer der beiden Partien querstellt, kann die Scheidung zu einer echten Geduldsprobe werden. Damit dies nicht geschieht, empfehlen wir auf professionelle Anwälte für Familienrecht kosten namensänderung nach scheidung zurückzugreifen.



Eine Scheidung muss immer vor Gericht durch einen Anwalt beantragt werden. Bevor dies geschieht, sollen aber zunächst alle Unterlagen schon zusammengetragen werden, um effektiv Zeit sparen zu können. Denn jedes fehlende Dokument kann eine Scheidung über Monate hinauszögern. Es ist deshalb wichtig, alle Unterlagen korrekt und vollständig bei Gericht gleich einzureichen. Geht die Ehe ohne großen Streit auseinander können gewisse Anträge und Stellungsnahmen wie das Umgangsrecht der gemeinsamen Kinder schon im Vorfeld geregelt werden. Jeder Antrag, der ansonsten nicht bereits in den Unterlagen abgeben wurde, muss zunächst vom Gericht wieder versandt werden. Dafür können schnell ein bis zwei Wochen ins Lande streichen.



Der Ehepartner, der den Antrag nicht bei Gericht abgegeben hat und keinen Anwalt beauftragt hat, kann mit einer Erklärung an das Familiengericht den Richter in Kenntnis setzen, dass er oder sie dem Scheidungsantrag zustimmt und alle Angaben korrekt sind. Natürlich sollten hierfür die Angaben auf dem Antrag sorgfältig durchgelesen werden.



Das Trennungsjahr



Eine Scheidung wird vom Familiengericht nur als rechtskräftig ausgesprochen, wenn vom Ehepaar ein Trennungsjahr eingehalten wurde. In diesem Jahr sollen die beiden Partner noch einmal über ihre Scheidung nachdenken und den endgültigen Schritt gut überlegen. Kurz vor Ablauf dieses Jahres kann dann der Scheidungsantrag eingereicht werden.



Schlussendlich ist es aber so, dass kein Richter feststellen kann, ob das Trennungsjahr wirklich eingehalten wurde und wann es genau begonnen hat. Dabei kann das Trennungsjahr auch in derselben Wohnung stattfinden und kurzzeiteige Annäherungsversuche unterbrechen das Trennungsjahr nicht. Es sollte dabei jedoch immer im Hinterkopf behalten werden, dass jeder dazu verpflichtet ist, vor Gericht die Wahrheit zu sagen.



Der Versorgungsausgleich



Selbst wenn alle Anträge vollständig und schnell abgeben wurde, muss mit einigen Monaten Bearbeitungszeit gerechnet werden, bis der endgültige Scheidungstermin feststeht. Dies liegt meistens am Versorgungsausgleich. Das Familiengericht muss hierbei die Versorgungsträger kontaktieren und so die Anwartschaften für die Rente der Ehegatten ermitteln.



Der Versorgungsausgleich soll verhindern das einem Ehepartner Altersarmut droht, da er nur wenig Rentenansprüche besitzt. Da sich in einer Ehe sich oft ein Teil um die Organisation des Haushaltes und Erziehung der Kinder kümmert, sind dessen Anwartschaften meist geringer. Durch den Versorgungsausgleich werden nun diesem Partner Rentenansprüche zugeschrieben.



Bis dieser Versorgungsausgleich berechnet wurde, kann einige Zeit vergehen. Erst wenn dies erledigt ist, wird ein Scheidungstermin verkündet. Theoretisch können zwar beide Ehegatten auf den Versorgungsvergleich verzichten und somit einen schnelleren Gerichtstermin bekommen. Dies macht jedoch nur in den wenigsten Fällen wirklich Sinn.



Hinauszögern der Scheidung



Im Extremfall kann sich eine Scheidung über mehrere Jahre hinauszögern. Und das immer dann, wenn einer der beiden Partner sich gegen die Scheidung wehrt. Indem er schon der Scheidung widerspricht, kann sich das Trennungsjahr auf bis zu drei Jahren ausdehnen. Zudem wird der Scheidungstermin hinausgezögert, wenn Anträge falsch ausgefüllt oder nicht abgeben werden. Auch kann der Antragsgegner unzählige Anträge stellen, die eine lange Bearbeitungszeit mit sich ziehen. So zum Beispiel, wenn beim Zugewinnausgleich für jeden noch so kleinen Gegenstand ein Gutachter herangezogen wird.



Kann einer der beiden Partner jedoch beweisen, dass die Ehe für ihn unzumutbar ist, kann das Gericht die Scheidung dennoch vollstrecken. Gründe hierfür können sein, wenn physische oder psychische Gewalt angewendet wird oder der andere Partner ein Kind erwartet von seinem neuen Partner.